Zur Person

Günther Geiger (Jahrgang 1959)

Ich bin Hobbykünstler und fotografiere seit meinem 18. Lebensjahr - überwiegend Naturmotive. 1995 zeichnete ich die ersten Entwürfe für abstrakte Bilder, die ich im Jahr 2000 bis 2001 am Computer ausgearbeitet habe. In den Jahren 1995 - 1997 entstand die Collage „Simulierte Welten“.

 

   
 
 

Künstlerische Techniken und Methode:


Landschaftsfotografie

Ich fotografiere fast ausschließlich in unmittelbarer Heimatnähe. Alle hier ausgestellten Fotos wurden im westlichen Landkreis Neuburg/Schrobenhausen aufgenommen. Die Heimatnähe hat den Vorteil, dass die Motive bei ungünstigen Licht- oder Wetterverhältnissen wiederholt aufgesucht werden können. Außerdem können die Aufnahmen während einer sich ändernden Vegetation optimiert werden. Bis jetzt habe ich als Motiv die Donauauen bevorzugt, durch die sich unsere Landschaft recht abwechslungsreich gestaltet. Die meisten hier gezeigten Aufnahmen entstanden ab dem Jahr 2001.
Ich arbeite mit einer analogen Kleinbild-Spiegelreflex-Ausrüstung (Minolta 7000i). Die Negative lasse ich mit mindestens 13,5 Megapixel professionell einscannen. Die Ausdrucke erstelle ich selbst, auf meinem Canon W6200 (max. A1-Format) mit lichtechter, pigmentierter Tinte.
Authentizität:
Im digitalen Zeitalter stellt sich die Frage nach der Authentizität, da am Computer heute mit relativ geringem Aufwand künstliche Landschaften zusammengesetzt werden können. Ich stelle keine Verfremdungen oder Montagen her, sondern setze die digitale Bildbearbeitung ein, um einen möglichst ursprünglichen Eindruck der Landschaft darzustellen, den das Filmmaterial wegen des hohen Kontrasts des natürlichen Lichts oft nicht wiedergeben kann. Daher muss zum Beispiel gelegentlich ein zu hell wiedergegebener Himmel nachbearbeitet werden. Außerdem führe ich nur kleine Retuschearbeiten durch, die sich auf das Entfernen von kleinen, im Vordergrund ins Bild ragenden Ästen oder ähnlichen Kleinigkeiten beschränken. Deshalb können meine Landschaftsbilder als authentisch bezeichnet werden.

 
 

 

Simulierte Welten

Die Collage „Simulierte Welten“ entstand nach einem Wissenschafts-Bild (oben) aus der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ (1/95). Dabei handelt es sich um die Simulation der Druck- und Temperaturverhältnisse in einem Flugzeugtriebwerk. Die Bildidee entstand aber erst einige Wochen nachdem ich dieses Bild gesehen hatte. Es war ein dazu kontrastierendes Bild (Simulation einer Supernova - Bild unten) in einem Buch über Computersimulationen, bei dessen Betrachtung ich sofort den Einfall hatte. Von einer einfachen Zusammenstellung aus drei Bildern habe ich die Idee zuerst rein im Kopf weiterentwickelt, bis ich schließlich einen Vorentwurf anfertigen konnte. Einige wichtige Bilder hierzu, wie z.B. die Rakete, hatte ich bereits in meiner Buch- oder Zeitschriftensammlung. Allerdings musste ich auch zahlreiche Medien nach passenden Bildern durchsuchen.
Das Bild entstand noch in klassischer Collagetechnik, also durch das Ausschneiden und Zusammenkleben von Farbkopien. Einige Bilder wurden anschließend noch mit Farbstiften retuschiert. Die Triebwerksimulation habe ich manuell kopiert und dann mit Bleistift und Radiergummi solange verändert, bis der Entwurf meiner Vorstellung entsprach. Anschließend ließ ich die Zeichnung am Computer farblich verändern und ausdrucken.

   
 
   
 
 
 

Abstrakte Kunst

Im Augenblick sind nur drei Bilder ausgestellt, die ich am Computer fertig gestellt habe. Weitere Entwürfe will ich in Acryl ausarbeiten. Überwiegend handelt es sich um gegenstandslose Darstellungen, die genau genommen der „Konkreten Kunst“ zugeordnet werden.
Ich bringe gerne schnell mehrere Entwurfsansätze aufs Papier und entwickle dann den besten Ansatz weiter. Eine interessante Methode ist auch das experimentelle Verschieben von übereinander liegenden Klarsichtfolien, auf welche geometrische Figuren aufgezeichnet wurden. Die beschriebenen Entwurfsmethoden haben einen sehr experimentellen Charakter, wobei viele Ansätze auch wieder völlig verworfen werden. Eine Bildaussage spielt für mich bei der Entwurfsarbeit keine Rolle. Es kommt jedoch manchmal vor, dass sich durch Zufall eine Bildaussage anbietet, welche dann weiter ausgearbeitet wird.


 
 

Zitate zu „Simulierte Welten“ und „Satire mit Zitaten“

Folgender Zeitungsartikel war der Beginn meiner Zitate-Sammlung:
„Bodenkontrolle sprengt Ariane 5. . . Dies sei notwendig geworden, weil die Rakete von ihrem vorgegebenen Kurs abgewichen war, teilte die ESA mit. Von einer „abgrundtiefen Enttäuschung“ sprach ein Manager. Andere hatten Tränen in den Augen. „Wir hatten alle Systeme immer und immer wieder überprüft und deswegen wiederholte Startverzögerungen in Kauf genommen.“ (Donaukurier, 1996)
Der Zusammenhang zu meiner Collage „Simulierte Welten“ war sozusagen offenkundig. So entstand die Idee, Zitate zu meiner Collage zu sammeln. Nachdem meine Sammlung etwas umfangreicher wurde, ergaben sich zwischen einigen Zitaten interessante Zusammenhänge. Daher begann ich, auch Zitate zu anderen Themen zu sammeln. Meist waren es Artikel, die über ungewöhnliche Ereignisse berichteten oder besonders ansprechend geschrieben waren, die später den Kristallisationskern für die weitere Arbeit bildeten (z.B. für „Idealismus und Masseng.“ – Schüler halten CO2-Ersparnis auf Schecks fest). Es handelt sich ausnahmslos um ernsthafte Themen, die mehr oder weniger karikiert dargestellt sind oder aus einer ungewöhnlichen Perspektive betrachtet werden. Bei den Zitaten zu „Simulierte Welten“ handelt es sich überwiegend um eine lose Zusammenstellung der Zitate, während die Satire-Themen einen stärkeren inneren Zusammenhang haben. Die Satire-Themen können sehr einseitig und stark verzerrt oder aber auch kontrovers und relativ breit dargestellt sein. Themen die eine starke Aktualität in den Medien hatten, brachten durch die große Auswahl natürlich das beste Ergebnis. Andere Themen kann ich mit der Zeit hoffentlich noch ergänzen.
Einige Zitate können als zeitlos angesehen werden und bleiben daher meist veröffentlicht, während Andere mehr einen tagesaktuellen Bezug haben und deshalb irgendwann wieder entfernt und falls möglich durch Aktuellere ersetzt werden. Ich bin bemüht nur Zitate zu verwenden, die weitgehend der Wahrheit entsprechen. Natürlich ist es nur eingeschränkt möglich dies zu beurteilen. Wenn aber neuere oder plausiblere Informationen in den Medien auftauchen arbeite ich diese in meine jeweilige Veröffentlichung ein. Außerdem versuche ich, vor allem durch eigene Ergänzungen, die Zitate so darzustellen, dass wichtige Zusammenhänge nicht völlig unterschlagen und wenigstens in groben Umrissen beschrieben werden. Bei den wissenschaftlichen Publikationen ist zu berücksichtigen, dass es sich oft um bloße Hypothesen handelt, die in der Wissenschaftswelt diskutiert werden. Einige wenige wissenschaftliche Textauszüge haben einen etwas bizarren Charakter und sind eher als Sience-Fiction zu betrachten. Es handelt sich dabei meist um populärwissenschaftliche Bücher ernsthafter Wissenschaftler, die verkaufsfördernd sensationell aufgemacht sind. Gelegentlich werden aber auch gewagte Hypothesen in Wissenschaftszeitschriften veröffentlicht.
Im Augenblick arbeite ich an der Rubrik „Weitere Zitate zum Thema“, die Sie jeweils am Ende der Satire-Themen finden. Meist sind es Artikel neueren Datums aus Zeitungen und Zeitschriften. Vor allem wenn das Thema sehr einseitig ausgeleuchtet ist, bietet dies die Möglichkeit sich einen etwas besseren Überblick zu verschaffen. Bei den Zitaten zu „Simulierte Welten“ finden Sie die neuen Artikel (ab 2008) am Ende unter „Neue Artikel zum Thema“.