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Idealismus und Massengesellschaft
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"Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als Große, die man plant." (George C. Marshall)

"Wenn jeder vor seiner Tür fegt, so wird es überall sauber." (Deutsches Sprichwort)

"Der ewige Jammer bei den Weltverbesserern ist, dass sie nie bei sich selbst anfangen." (Thornton Wilder)


Treibhauseffekt

Schüler verringern Kohlendioxidausstoß
(„Die Wette“ wurde im November 1998 zwischen der BUNDjugend und der Bundesregierung abgeschlossen. 192 Schulen wollten in 7 Monaten 10 Millionen Kilogramm CO2 einsparen. Die Schüler haben die Wette gewonnen.)
. . . Sie haben Aludosen aus den Klassenzimmern verbannt, Glühbirnen durch Sparlampen ersetzt, Stand-By-Schaltungen per Zeitschaltuhr lahmgelegt (Brotdose statt Alupapier verwendet, überflüssige Neonröhren stillgelegt, Toilettenspülungen mit Sparvorrichtungen ausgestattet, Recycling-Toilettenpapier verwendet, Heizung gespart, Kaltduschtage eingeführt, u.a.). Und alles für ein hehres Ziel: Binnen sieben Monaten wollen 25 Schulen in Bayern zusammen mit 130 Einrichtungen aus ganz Deutschland zehn Millionen Kilogramm Kohlendioxid einsparen . . . Jede Maßnahme halten die Schüler penibel auf Schecks fest, die ausweisen, auf wieviel Kohlendioxid-Ausstoß womit verzichtet wird. Sämtliche Schecks gehen im Mai beim Umweltbundesamt ein, dessen Chef Andreas Troge schließlich berechnen lässt, ob das Ziel erreicht wurde. . . .
(Augsburger Allgemeine© - 8.2.99)

Vorbildlicher Klimaforscher
. . . Rahmstorf (Professor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) ist ein Experte für Meeresströmungen und beschäftigt sich vor allem mit dem Golfstrom und dessen nördlichem Ausläufer, dem Nordatlantikstrom. Mit Modelrechnungen hat er gezeigt, dass die warme Strömung, die Europas Klima bestimmt, abreißen könnte, wenn sich die Atmosphäre weiter aufheizt. . . . Wenn der Nordatlantikstrom tatsächlich abreißt, bleibt es in Europa für Jahrtausende kühl. Denn die Pumpe springt von alleine nicht wieder an, das neue Strömungssystem wäre stabil. . . . Dass es erst gar nicht so weit kommt, dazu trägt Rahmstorf seinen Teil bei - ökologisch korrekt. So strampelt er täglich mit dem Fahrrad den Telegrafenberg hinauf. Und in seinem Altbau hat er mit "Faktor Vier" ernst gemacht (Verbrauch an fossilen Brennstoffen auf ein Viertel reduziert) . . .
(Bild der Wissenschaft© - 5/02; Der Modelmann)

Bei Stromsparaktion in Bergheim machten nur drei Teilnehmer mit
. . . Zum Strom sparen waren die Bürger Bergheims in einem Wettbewerb der Agenda 21 im vergangenen Jahr aufgerufen. Doch nur drei Familien waren bereit, sich in ihrem Energieverbrauch einzuschränken. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden sie für ihre Anstrengungen belohnt. . . . Die prozentuale Abnahme des Stromverbrauches 2000 gegenüber des Vorjahres, die pfiffigste Idee zur Einsparung und der geringste Pro-Kopf-Stromverbrauch waren die Kriterien des Wettbewerbs, zu dem alle privaten Haushalte der Gemeinde angespornt werden sollten. Wirklich verzichten auf überflüssige Stromnutzung wollten nur Franz O., Georg E. und Alois S. mit ihren Familien. . . .
(Neuburger Rundschau© - 2.10.01)

TV-Kampagne: Welches Auto würde Jesus fahren?
. . . Amerikanische Umweltschützer haben in ihrem Kampf gegen die gerade in den USA so beliebten Geländewagen einen unerwarteten Verbündeten gewonnen: Eine breite Koalition religiöser Gruppen will in den nächsten Monaten den hohen Benzinverbrauch der Geländewagen zum Thema machen und für den Kauf umweltschonender Autos werben. Geplant ist unter anderem eine TV-Kampagne, in der die Verbraucher belehrt werden, dass sich die Benzinschlucker nicht mit der christlichen Lehre vertragen - Motto: "Welches Auto würde Jesus fahren?". . .
(Der Spiegel© - 48/02)

Für Jon Bon Jovi steht der Privatjet nicht im Widerspruch zum Klimaschutz
Für Rockmusiker Jon Bon Jovi steht der Besitz eines eigenen Flugzeugs nicht im Widerspruch zum Klimaschutz. „In kleinen Schritten kann jeder seinen Beitrag leisten. Auch ich. Ich stelle mich aber nicht hin und umarme Bäume, schließlich fliege ich im Privatjet“, sagte Bon Jovi in einem Interview des Playboy. Stattdessen versuche er daran zu denken, die Klimaanlage auszuschalten und nicht ständig das Licht brennen zu lassen.
(Augsburger Allgemeine© - 12.07.07)

Multimillionäre haben nur einen relativ geringen Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen
. . . Einen Maybach - wie das allein klingt. Dieser Mythos. Diese legendären Luxuskarossen, die der Konstrukteur Karl Maybach in den 20er und 30er Jahren baute. Glanz, Glamour, Größe. All das wird in Sindelfingen wieder geboren: 6,17 Meter lang, 1,98 Meter breit, 1,57 Meter hoch, drei Tonnen schwer, 550 PS und 900 Newtonmeter stark (Verbrauch ca. 18 Liter/100 km) - das edelste, exklusivste, stärkste und eines der teuersten Serienautos (ab 310 000 Euro), das der Automobilmarkt zu bieten hat. Es hat sich nichts geändert: Auch der neue Maybach ist durch und durch extrem. . . .
(Erwarteter Absatz: 1000 Fahrzeuge pro Jahr)
(Augsburger Allgemeine© - 5.10.02)

Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard ist gegen den EU-Plan für eine pauschale Senkung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen
. . . „Wir müssen ökologisch sanfter auftreten“, forderte der Umweltminister (Otmar Bernhard, CSU). Wie es sich damit vertrage, dass die Staatsregierung gleichzeitig gegen die von der Brüsseler EU-Kommission verlangte Senkung des CO2-Ausstoßes von großen Autos vorgehe, wollten wir von Bernhard wissen. Der Minister sieht darin keinen Widerspruch. Seiner Ansicht nach bringt die Beschränkung bei den großen Autos in der Masse weinig. Viel effektiver für den Klimaschutz wäre es, die Motoren der unzähligen Kleinwagen zu zügeln. . . .
(Augsburger Allgemeine© – 11.01.08)

Die gelbe Gefahr
. . . Heute fahren weltweit 500 Millionen Autos auf den Straßen. In 25 Jahren werden es eine Milliarde sein. Aber: Wie viele Autos verkraftet der Planet? . . . Vor allem in Ostasien boomt der Automarkt. In Thailand haben sich die Autokäufe innerhalb eines Jahrzehnts vervierfacht, in Malaysia steigt die Zahl der Neuwagen pro Jahr um 25 Prozent. . . . Der Aufbruch Chinas in die Moderne, warnte das World-watch-Institut , führe geradewegs in die globale ökologische Katastrophe. . . . Die Motorisierung Chinas, so Vester (Biochemiker, Bestsellerautor), könne "auf ein Verbrechen an der Menschheit hinauslaufen". Den wer, fragt er, "übernimmt die Verantwortung für die klimatischen Folgen, wenn erst einmal die 400 Millionen Chinesen, die derzeit mit dem Fahrrad unterwegs sind, die Luft mit 400 Millionen Dieselfahrzeugen verpesten - und seien diese auch noch so sparsam im Verbrauch?" . . .
(Spiegel Special© - 9/97; Lustobjekt Auto - Von China lernen?)

China überholt die USA 2007 als Umweltsünder
China hat 2007 einer neuen Studie zufolge zwei Drittel der Zunahme des Kohlendioxidausstoßes verursacht und damit die USA klar als Klimasünder überrundet. Mit 24 Prozent der CO2-Emissionen weltweit – einer Zunahme von acht Prozentpunkten – lag die Volksrepublik im vergangenen Jahr auf dem ersten Rang vor den USA mit 21 Prozent und der EU mit 15 Prozent. Die Zementproduktion, Hauptverursacherin der Emissionen, stieg 2007 in China um zehn Prozentpunkte auf einen Anteil von 51 Prozent der weltweiten Produktion. Die Daten stammen aus einer niederländischen Behörde.

(Augsburger Allgemeine© – 14.06.08)

 

Politiker

Wer ist der bessere Autokanzler?
. . . Die ADAC-Zeitschrift Motorwelt hat ihren Lesern die Möglichkeit eröffnet, den besseren Autokanzler zu ermitteln. . . . Während sich der SPD-Chef (Gerhard Schröder) nach Angaben des Blattes für den englischen Jaguar E-Type als Traumauto schlechthin entschied, bewahrte der bayerische Ministerpräsident (Edmund Stoiber) Heimattreue und wählte den legendären Oldtimer-Roadster BMW 507 von 1955 zu seinem Lieblingsfahrzeug. Privat kaufen würde sich Schröder aber einen schwarzen Porsche, während Stoiber sich vom BMW Roadster Z8 fasziniert zeigte. Schröder und Stoiber bedauerten jedoch übereinstimmend, dass sie selbst kaum noch am Steuer sitzen können und dürfen. . . .
(Augsburger Allgemeine© - August 02)

Komfortable Bundeswehrflüge für grüne Politiker
. . . Das Verteidigungsministerium lässt keinen Zweifel daran, dass der Einsatz der Flugbereitschaft (für eine Dienstreise in Südamerika) nicht zu beanstanden gewesen wäre. Aber grüne Minister werden auch an ihren eigenen Ansprüchen gemessen. Wurde da nicht noch vor kurzem eine Kerosinsteuer gefordert und die Billigfliegerei als Klimafrevel verurteilt? . . . Und dann wollten Künast und Trittin einen leeren Bundeswehrjet nach Südamerika in Marsch setzen, um die Flüge dort komfortabel zu machen? Kosten angeblich 250 000 Euro. Es bleibt der Verdacht, dass der Einsatz nur deshalb storniert wurde, weil der Spiegel sich mit dem Vorgang befasste. . . .
(Augsburger Allgemeine© – 29.10.03)

 

Wahlen

Europawahl 1999: Stell Dir vor, es ist Wahl - und kaum einer geht hin.
. . . Dieser demokratische Alptraum nahm am Sonntag vielerorts Gestalt an. Mit 45,2 % wurde die niedrigste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik registriert. "Bringt doch eh nichts" erklärte eine Nichtwählerin und meinte damit, daß die Einflußmöglichkeiten des Einzelnen auf das Geschehen in Brüssel oder Straßburg verschwindend gering seien. . . .
(Augsburger Allgemeine© - 15.6.99)

. . . Gerade mal 20 Prozent der wahlberechtigten Briten unterzogen sich der Mühe, über die Zukunft Großbritaniens in der EU zu entscheiden Vor allem in Nordengland, wo man nicht nur geographisch von Europa weit entfernt ist, tendierte das Interesse gegen Null. In der Industriestadt Sunderland wurden in einem Bezirk nur 15 Wähler gezählt, das sind exakt 1,5 Prozent. . . .
(Augsburger Allgemeine© - 15.6.99)

Prämie für die Gemeinde mit der höchsten Wahlbeteiligung
Der Günzburger Landrat Hubert Hafner (CSU), hatte schon vor der Europawahl 2004 geahnt, dass die Wahlbeteiligung nicht sonderlich hoch sein würde. Deshalb lobte er damals wie gestern eine Prämie von 200 Euro für die Gemeinde mit der höchsten Wahlbeteiligung im Landkreis Günzburg aus. Gewonnen hat die kleine Gemeinde Aletshausen mit einer Wahlbeteiligung von 49,4 Prozent . . . (bundesweit lag sie bei ca. 43 Prozent)
.
(Augsburger Allgemeine – 8.6.09)

Überwältigende Beteiligung bei ersten demokratischen Wahlen in Osttimor
. . . An der Wahl der 88 Abgeordneten beteiligten sich nach vorläufigen Angaben 93 % der 425 000 Wahlberechtigten. . . . Schon Stunden vor Öffnung der 248 Wahllokale warteten die Menschen geduldig in langen Schlangen vor den Gebäuden. Die Stimmung war fast feierlich. Viele hatten ihr bestes Kleid angezogen, den einzigen Anzug. . . . Gusmao sagte nach seiner Stimmabgabe: "Diese Abstimmung zeigt die Reife unseres Volkes, seine Bereitschaft zu Demokratie und den Willen, Gewalt zu vermeiden.". . .
(Augsburger Allgemeine© - 31.8.01)

 
 
 
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Ökologischer Fußabdruck
. . . Der ökologische Fußabdruck gibt an, wie viel Fläche nötig ist, damit die Erde einen Menschen „ertragen“ kann. Dazu gehören Flächen, die zur Herstellung von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie nötig sind, aber auch zum Abbau des Mülls oder zum Binden des durch menschliche Aktivität freigesetzten Kohlendioxids.
Gemessen wird der ökologische Fußabdruck in „globalen Hektar“ (gha). Rein rechnerisch stehen jedem Menschen 1,8 gha zu. Der aktuelle Durchschnitt auf der Erde beträgt aber 2,2 gha. Der Planet wird also bereits heute überstrapaziert.

(Der bayerische Umweltminister Otmar Bernhard, CSU, zur Vorstellung des Umweltberichts Bayern 2007) . . . Dennoch, so musste Bernhard einräumen, der „ökologische Fußabdruck“, den jeder Bayer auf dem Planeten hinterlässt, ist immer noch viel zu groß. Der Freistaat hat als erstes Bundesland diese Größe bestimmen lassen. Die Kennziffer beträgt 4,2 globale Hektar (gha) pro Einwohner. Das liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 4,5 gha und ist nicht einmal halb so viel wie in den USA (9,6) Aber es liegt über dem, was die Erde verträgt, und auch weit über dem, was etwa ein Inder beansprucht (0,8).
(Augsburger Allgemeine – 11.01.08)

 
 


Klimakiller Internet
(Auszug aus Strato-Newsletter 4/08) . . .Wissen Sie eigentlich, wie viel Strom das Internet weltweit verbraucht?

Wir auch nicht. "Viel", darin sind sich Experten einig, zum Beispiel die Wissenschaftler vom Öko-Institut und die Analysten der Gartner Group. Vielleicht helfen Ihnen ein paar Zahlen, sich ein genaueres Bild vom Stromverbrauch des Internets zu machen:

- Einmal Googeln benötigt so viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde.
(laut eines Spiegel-Artikels aus Heft 13/2008 soviel wie eine 11 Watt Sparlampe in 15 – 60 Minuten – je nach Ausgangslage. Allerdings gibt es von Google selbst keine Zahlen als Berechnungsgrundlage.)


- Eine Figur in der virtuellen Welt "Second Life" verbraucht so viel Energie wie ein lebendiger Brasilianer.

- Die Stromerzeugung für das gesamte Internet soll so viel CO2 hervorbringen wie der globale Luftverkehr.
(auch laut Spiegel 13/2008, allerdings hier die gesamte Computertechnik einschließlich z.B. Drucker und Mobilfunk. Der Flugverkehr hat einen CO2 – Anteil am globalen Ausstoß von 2 Prozent)

. . . Da sich gerade der Kohlendioxidausstoß einfach und wirkungsvoll verringern lässt, sollten wir alle daran arbeiten. STRATO hat einen ersten Schritt in diese Richtung getan, indem es seinen Teil des Internets mit Regenerativstrom betreibt. So sparen wir jährlich 15.000 Tonnen CO2. Das ist ungefähr so viel, wie 5000 Vier-Personen-Haushalte in einem Jahr erzeugen. Also eine ganze Menge, aber dennoch nur ein kleines bisschen, wenn man das ganze Internet betrachtet.

(Strato-Newsletter 4/08 - 3.4.2008; Aktiv im Klimaschutz mit STRATO)

 
 


CO2 Ausstoß des Durchschnittsdeutschen
im Jahr
• Konsum: 2,63 Tonnen
• Ernährung: 1,65 Tonnen
• Flugverkehr: 1,85 Tonnen
• Öffentlicher Verkehr: 0,11 Tonnen
• Privatfahrzeuge: 1,56 Tonnen
• Zu Hause: 2,72 Tonnen
• Öffentlicher Konsum: 1,24 Tonnen
Gesamt: 10,76 Tonnen
(Auch andere klimaschädliche Gase sind einbezogen. Sie wurden nach Schädlichkeit auf CO2-Äquivalente umgerechnet)

(Quelle: Augsburger Allgemeine – 27.6.09)

 
 


US-Wahl: Besonders hohe Wahlbeteiligung in den umkämpften Staaten

(Die Wahlbeteiligung bei der US-Präsidentschaftswahl 2008 lag bei ca. 66%)
. . . Besonders hoch war die Wahlbeteiligung in den sogenannten „Swing States“, in denen es in den Meinungsumfragen vor der Wahl keine klare Mehrheit gegeben hatte. In Florida gingen nach Behördenangaben 72 Prozent der 11,2 Millionen Wahlberechtigten zur Wahl. Auch in Missouri, North Carolina und Ohio lag die Wahlbeteiligung bei über 70 Prozent. . . .

(Augsburger Allgemeine – 6.11.2008)

 
 


Kampagne in Brasilien: Pinkelt beim Duschen!

Die Umweltschutzorganisation SOS Mata Atlântica fordert die Brasilianer derzeit in einer Kampagne zum „Pinkeln beim Duschen“ auf. Damit soll der Wasserverbrauch gesenkt und die Umwelt geschont werden. Allein in Sao Paulo könnten so 1500 Liter Wasser gespart werden – pro Sekunde.

(Augsburger Allgemeine – 28.08.09)

 
 


Ex-Beatle und Vegetarier Paul McCartney spricht im Europäischen Parlament

. . . „Unsere Nahrungsmittel-Herstellung produziert mehr CO2 als der gesamte Verkehr“, beginnt McCartney. „Deshalb bin ich hier.“ UN-Studien habe er gelesen und wisse heute, dass die Herstellung eines Hamburgers so viel Wasser verschlinge, dass man damit vier Stunden duschen könne. „Wir müssen uns umstellen, jeder kann etwas tun“, appelliert er an die Europa-Abgeordneten, von denen viele mit ihren Assistenten und Sekretärinnen gekommen sind, um den Musiker aus Liverpool live zu erleben. „Verzichten Sie am einem Tag in der Woche auf Fleisch“, stellt er die gleichnamige Kampagne aus Großbritanien vor, deren Mitglieder sich montags ohne Produkte aus der Viehzucht ernähren. . . . Wer einmal in der Woche einen Tag lang auf Fleisch verzichte, erspare der Atmosphäre so viel CO2, wie bei 1000 Kilometer Autofahren anfalle. . . .

(Augsburger Allgemeine – 4.12.09)

 
 


. . . „Time to Eat the Dog?“

(Zeit, den Hund zu essen?), das neue Buch des Duos (Sagen Robert und Brenda Vale, Neuseeland) vergleicht auf 384 Seiten den „ökologischen Fußabdruck“, also die Summe umweltschädlicher Effekte, von Haustieren mit jener von diversen anderen Hobbys und Leidenschaften.
. . . Katzen haben einen Pfotenabdruck von rund 0,15 Hektar und schneiden damit nur etwas besser ab als ein VW-Golf (Für einen mittelgroßen Hund sind es 0,84 Hektar, etwa das doppelte wie für einen Toyota Land Cruiser – 4,6 Liter Motor, Fahrleistung 10.000 Kilometer/Jahr – mit 0,41 Hektar). Für einen Hamster fallen 0,014 Hektar an (halb so viel wie beim Kauf eines Plasma-Fernsehgeräts), ein Kanarienvogel schlägt noch mit 0,007 Hektar zu Buche. Und selbst um einen Goldfisch durchzubringen, müssen 3,4 Quadratmeter Land geopfert werden – ein Flossenabdruck, welcher der Umweltbelastung von zwei Mobiltelefonen entspricht.
. . . Allein um die Katzenmäulchen in den zehn katzenreichsten Staaten der Erde zu füttern, Deutschland gehört dazu, werden 400.000 Quadratkilometer Land benötigt. Was etwas mehr als der anderthalbfachen Fläche von Neuseeland entspricht. Und die Fläche von weiteren fünf Neuseelands ist nötig, um auch die Hunde der zehn hundereichsten Länder zu sättigen. . . .

(Geo – 4/2010)

 
 


CO2-Kompensation für die boomende Kreuzfahrtbranche

. . . Kreuzfahrtschiffe gelten als wahre Dreckschleudern. „Bei einer achttägigen Karibikkreuzfahrt für zwei Personen fallen rund drei Tonnen Kohlendioxid (CO2) an. Für den Flug von Frankfurt nach Miami für zwei kommen noch einmal zehn Tonnen hinzu“, rechnet Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace, vor. „Im Vergleich dazu verursacht ein deutscher Mittelklassewagen bei 12.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr nur rund zwei Tonnen CO2.“
. . . Als erste Reederei bietet Hapag-Lloyd ihren Gästen auf Website die Möglichkeit der Kompensation an. Aus Angaben wie der Anzahl der Seetage, Bettenzahl und Maschinenleistung des Schiffes wird der Kompensationsbeitrag errechnet. Der Preis für eine zwölftägige Kreuzfahrt mit zwei Seetagen in einer Zweibett-Außenkabine zum Beispiel beträgt pro Person 50 Euro. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten übernimmt davon 25 Prozent. Jeder Gast zahlt also 37,50 Euro. Die Einnahmen gehen in ein Solarlampen-Projekt in Indien. Die umweltfreundlichen Leuchten ersetzen dort klimaschädliche Kerosinlampen und sparen so die Menge CO2 ein, die bei der Schiffsreise entsteht. . . .

(Augsburger Allgemeine – 15.03.2011)

 
 
Porbier den Abfall – Mülltauchen gegen die Nahrungsmittelverschwendung

Beim ersten Mal, sagt Alexander, habe er sich „furchtbar angestellt“, Vermummt wie ein Einbrecher, ist er nachts auf dem Parkplatz des Supermarkts gestanden. Bei jeder Polizeisirene, die eine paar Straßen weiter zu hören war, zuckte er zusammen. Dann hat er sich getraut. Er hat eine Mülltonne geöffnet und geschaut, ob etwas Essbares darin liegt. Und er wurde fündig. Heute, vier Monate später, ist der Gang zum Müllcontainer für den 40-Jährigen Routine.
. . . Alexander (will seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen) lebt von dem, was Supermärkte aussortieren. Nicht weil er sich kein Essen leisten kann. . . . Weil Alexander gegen die Lebensmittelverschwendung protestieren will, geht er „containern“. Andere, die ihr Essen auf diese Weise besorgen, sprechen vom „Mülltauchen“, Der Mann mag das Wort nicht. „Was ich aus den Tonnen hole, lag vor ein paar Stunden noch im Regal. Warum soll es Müll sein?“ . . . (Alexander) hat in München eine Packung Salat gefunden. „Da ist nicht mal ein Blatt braun.“ Der Brokkoli daneben hat nur eine gelbe Stelle. „Das ist doch pervers“, sagt er. Erst gestern hat er sich einen Schweinsbraten mit Kartoffeln zubereitet, davor gab es Gulaschsuppe. Alles aus dem Müll. Aus den fünf Packungen Spargel, die er in seinen Rucksack steckt, macht er sich eine Suppe.
. . . Ein Film hat Alexander die Augen geöffnet – dafür, wie achtlos manche Konsumenten Nahrungsmittel in den Müll werfen. Die Dokumentation, die Alexander so beeindruckt hat, stammt von Valentin Thurn. In seinem neuen Kinofilm „Taste the Waste“ (Probier den Abfall) und dem Buch „Die Essensvernichter“ offenbart der Kölner Filmemacher, welche Ausmaße die Nahrungsmittelverschwendung angenommen hat. Mehr als die Hälfte der produzierten Lebensmittel landet im Müll, die Welthungerhilfe geht für Deutschland von bis zu 20 Millionen Tonnen im Jahr aus.
. . .
(Augsburger Allgemeine – 19.11.2011)
 
 
Zwei Eichen fürs gute Klima - die Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“

. . . Die Initiative hat ihren Ursprung in dem Schulreferat (2007) des damals neunjährigen Felix über den Klimawandel. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika 30 Millionen Bäume gepflanzt hatte, entwarf der Bub am Ende des Referats die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um auf diese Weise einen CO2-Ausgleich zu schaffen. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich „Plant-for-the-Planet“ zu einer weltweiten Bewegung mit über 100 000 Kindern in über 100 Ländern, die dieses Ziel verfolgen.
. . . Zusammen mit einem weiteren, von der Kirchengemeinde erworbenen Baum (die andere Säuleneiche spendete eine Mitarbeiterin) verleiht sie der Einfahrt zu Gemeindehaus und zur Sozialstation (in Karlshuld) nun einen grünen Rahmen. . . .

(Neuburger Rundschau – 3.4.2012)
 
 
Klimawandel-Skeptiker

. . . wenn politische Maßnahmen die Freiheit der Menschen immer weiter einschränken, sinkt deren Motivation, eine Entwicklung – hier den Klimaschutz – gut zu heißen. Dieses Argument zieht vor allem in Staaten, die sich in erster Linie über die Freiheit des Einzelnen definieren – USA, Kanada, Australien. Doch auch bei uns in Deutschland gibt es immer mehr Gegner eines massiven administrativen Klimaschutzes: Wenn man kein Gartenlicht mehr einschalten, kein Rindersteak mehr essen, kein Auto mehr fahren kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, steigt die Bereitschaft, den Argumenten von Zweiflern Gehör zu schenken und die eigene Betroffenheit zu überdenken. Genau solche Veränderungen nehmen Medien mit ihrem eintrainierten Entscheidungsraster für „interessante“ Geschichten rasch und gerne auf und entwickeln daraus neue Themen, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zweifler am Klimawandel stoßen deshalb neuerdings bei Medien auf gesteigertes Interesse.
„Gegenstand und Auslöser der (Klima)-Skepsis sind nicht zuletzt die Korrekturen und Relativierungen der wissenschaftlichen Klimaszenarien durch die etablierte Klimaforschung selbst. Was in der Wissenschaft ein normaler Vorgang ist, wird in den Medien zum Anlass von Misstrauen“, schreiben die Soziologen Peter Weingart, Anita Engels und Petra Pansegrau in ihrem Buch „Von der Hypothese zur Katastrophe“. . . .

(Bild der Wissenschaft – 4/2012)
 
 

 

(Copyright für Illustration, kursiven Text und die Zusammenstellung der Zitate: Günther Geiger/2004. Weitere Erklärung zum Copyright-Vermerk© unter Satire-Übersicht)

 
 
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