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Planen (Hypothesen)

Drei Schritt tue nach innen! - Dann den nach außen. (Rudolf Steiner)

 
 

 

Die Fähigkeit des Werfens und des Planens entwickelte sich gleichzeitig in ähnlichen Hirnregionen
. . . Auch für William Calvin ist das Klima entscheidend. Die ständigen Temperaturwechsel hätten unsere Vorfahren zur Jagd auf Grasfresser gezwungen, meint der Neurowissenschaftler von der University of Washington in Seattle und richtet sein Augenmerk dabei besonders auf die Entwicklung des Werfens. Dem liegen komplexe Bewegungskoordinationen zu Grunde, für die ähnliche Hirnregionen zuständig sind wie für Planen, Denken und Sprechen. Gezieltes Werfen beherrschen Menschenaffen nur schlecht, aber Frühmenschen konnten es gut, wie die Funde von steinernen Speerspitzen und Holzspeeren nahe legen. Calvin sieht sogar Zusammenhänge zwischen der neuronalen Steuerung von Wurfbewegungen und den grammatischen Strukturen beim Sprechen - eine Voraussetzung, "um die Kombinationen möglicher Handlungen zu bewerten. Wir können dies durch inneres Sprechen." Die Menschen lernten gleichsam, ihre Hypothesen an ihrer Stelle sterben zu lassen, wie es der Philosoph Karl Popper einmal formuliert hat. . . .
(Bild der Wissenschaftf - 8/02; Der Intelligenzsprung)

 
 

 

"Die Frösche" - Plane alles bis zum Ende!
. . ."Als der Teich austrocknete, machten sich zwei Frösche auf den Weg und suchten eine Bleibe. Wie sie nun an einen Brunnen kamen, war der eine dafür, ohne weiteres hinunterzuspringen. Der andere aber meinte: "Wenn nun auch hier das Wasser austrocknet, wie kommen wir dann wieder herauf?" Die Fabel lehrt uns, nicht unüberlegt an die Dinge heranzutreten. . . .
("Lebensklugheit"von Äsop, 6. Jahrh. v. Chr. - aus "Power", Robert Greene)

 
 

 

Wenn wir unsere Geschäfte nicht mehr im Griff haben, sind sie es, die uns führen und mit sich reißen.
"Wie viel leichter ist es doch, das Boot gar nicht erst zu betreten, als wieder herunterzukommen! Wir sollten uns entgegengesetzt zum Schilfrohr verhalten, das im ersten Aufschießen einen langen und geraden Schaft hervortreibt; dann aber, als wäre es außer Atem und hätte sich erschöpft, beginnt es zahlreiche dicke Knoten zu bilden, gleichsam Ermüdungsmale, die zeigen, dass es nicht mehr seine ursprüngliche Lebendigkeit und Ausdauer hat. Es ist daher besser, schön langsam und umsichtig zu beginnen und uns Atem und Schwungkraft für den entscheidenden Augenblick zu bewahren, da es auf die Vollendung unseres Vorhabens ankommt. In Wirklichkeit jedoch haben wir die Führung unserer Geschäfte nur Anfangs fest im Griff; hernach aber, einmal in Gang gesetzt, sind sie es, die uns führen und mit sich reißen, und wir müssen ihnen folgen."
(Montaigne, 1533 – 1592, aus „Power“, Robert Greene)

 
 

 

Wer Augen hat, kann in die Zukunft sehen
. . . Seit Jahrhunderten streiten sich Biologen, wie sich die unglaubliche Vielfalt der Augen entwickelt hat. Diese Mannigfaltigkeit brachte Charles Darwin sogar dazu, an seiner Evolutionstheorie zu zweifeln. . . . Die Erfindung des Auges war ein Geniestreich. Ein Organismus, der sieht, ist blinden Artgenossen weit voraus. Denn diese Art der Fernwahrnehmung eröffnet die Möglichkeit, frühzeitig etwa Nahrung oder Feinde wahrzunehmen. "Wer Augen hat, kann in die Zukunft sehen", meint Wissenschaftsautor Volker Arzt. "Das ist sicher etwas überspitzt formuliert, aber wenn ich sehen kann, was auf mich zukommt - ein Tier mit riesigen Klauen zum Beispiel - , dann weiß ich was mir in naher Zukunft droht.". . .
(Bild der Wissenschaft© - 6/02; Die verblüffende Evolution der Augen)

 
 

 

Copyright für die Zusammenstellung der Zitate: Günther Geiger/2004. Weitere Erklärung zum Copyright-Vermerk© unter
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